Artist statement

Die Motive meiner Fotocollagen entlehne ich meiner eigenen Wirklichkeit. Meist sind es meine persönlichen Fotografien. Mit Schere und Kleber füge ich zwei voneinander entfernte Wirklichkeiten, die ihres ursprünglichen Kontextes entrissen sind, zu einem neuen Motiv mit einer neuen Bedeutung zusammen. Diese von Hand gefertigten Fotocollagen dienen mir als Vorlage für eine Vergrößerung in verschiedenen Formaten im Mulitblattverfahren, als Insitu Arbeit oder auf einem Träger. Diese Arbeiten werden dann abermals abfotografiert, wodurch ein Bild vom Bild entsteht. Die Fotocollage findet damit zu einer Verdoppelung.

Die Inhalte meiner Fotocollagen entstehen intuitiv. In diesem Prozess interessieren mich vor allem Gefühle, die diese veränderten Bildwahrheiten auslösen. Dabei lege ich Wert auf eine gewisse Harmonie, welche sich durch eine unbewusst gesetzte Komposition und Farbigkeit ergibt. Ich erforsche in meinen Bildwelten das Authentische, das Nichtauthentische, die Anwesenheit, die Abwesenheit, das Berührbare das Unberührbare.

Meine Arbeiten zeigen oft Inhalte in denen schmerzliche Erfahrungen der Indikator für eine tiefe Sehnsucht nach Lebendigkeit sind. Dem Ringen um und mit dem Leben setzte ich etwas mit meinen Motiven entgegen. Dabei spielt oft Humor eine wichtige Rolle. Grotesk, irritierend, poetisch –  meine Fotocollagen sind für mich selbst immer wieder ein Rätsel.